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Alpe Adria Trail-Rundtouretappe 2

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Ich plante eine Wanderung mit meinen ungeübten Knochen und dann gleich einen Teil des Alpe-Adria-Trail und zwar die Rundtour Etappe 2 AAT: Warmbad Villach – Nötsch.Gestartet bin ich am Donnerstag 28. Juli 2916 mit dem Zug in Bodensdorf nach Warmbad Villach. Von dort ging es dann entsprechend der Routenbeschreibung über die Napoleonswiese und den Römersteig, Richtung Schütt. Bei in etwa Halbzeit machte ich meine erste Rast in Lisi’s Almwirtschaft Schütt. Sodaradler und Frittatensuppe waren meine Energiespender für den zweiten Teil der Etappe. Die Füsse spürte ich schon, aber es war noch alles im Bereich des Erträglichen. Die Motivation war schon eher das Problem, aber nachdem ich mir das in den Kopf gesetzt hatte, motivierte ich mich weiterzugehen.

Das Wetter spielte perfekt mit, denn es war bewölkt und die Hitze war nicht zu groß. Zwischendurch auch leichte Regenschauer, so dass ich den Regenschutz auspacken durfte, aber immer wieder herunternehmen musste, was recht umständlich ist. Die Kamera (Sony A6000) immer griffbereit und laufend im Einsatz. Das war auch mein Plan, dass ich viele Fotos machen wollte.

Im Laufe der Etappe fingen meine Waden zu krampfen an, was nicht lustig war, aber ich konnte das beiseite schieben und einfach weitergehen. In der Zwischenzeit schon Kontakt mit dem Hotel aufgenommen, das in der Etappenbeschreibung angeführt wurde. Es wurde mir gesagt, dass der Schlüssel hergerichtet wird, da die Rezeption erst um 17:00 besetzt sei. So war ich mir wenigstens sicher, dass ich nicht lange nach einer Unterkunft Ausschau halten müsste, denn es wurde immer beschwerlicher weiterzugehen. Die Pace wurde immer langsamer, aber es ging trotzdem vorwärts Richtung Ziel – Nötsch.

Dort angekommen, war ich dann aber etwas “kaputt” und die Schmerzen in den Gelenken wurden spürbarer. Kurz im Supermarkt etwas zuckerhaltiges gekauft, um mich zu “belohnen” für die erste Etappe.

Gesamtzeit 6:01h, 21,70 km, 16’39” km Pace, durchschnittliche Herzfrequenz 106 PBM

Dann gleich ins Hotel Marko, wo auch ein Schlüssel lag mit einem Zettel, den ich nur oberflächlich gelesen habe. Dann ins Zimmer duschen und ein Mützerchen machen. Die Beine trugen mich schon kaum mehr in die Dusche, denn nun merkte ich, dass ich wohl etwas übertrieben habe, mit meinen ungeübten Beinchen. Die Kondition war nicht das Thema. Nach dem Aufwachen “kroch” ich zur Rezeption, wo mich der Hotelbesitzer entrüstet anschaute und fragte, welche Zimmernummer ich denn habe. Es stellte sich heraus, dass ich im falschen Zimmer war, das eigentlich für einen vieljährigen Stammgast hergerichtet war. Und ich wunderte mich schon, dass ein toller Obstkorb und Toffife im Zimmer waren.

Ich half mit, die gebrauchten Sachen in mein richtiges Zimmer zu bringen und in Kürze konnte der Fehler behoben werden. Es wurde vergessen mir den zugesagten Schlüssel bereitzulegen und mein oberflächiges Lesen des Zettels tat seines dazu, dass ich im falschen Zimmer landete. Anschließend noch auf eine Pizza und Rotwein in der Umgebung, denn weit konnte ich nicht mehr gehen.

Ich nahm zur Kenntnis, dass wohl ein Wunder über Nacht geschehen müsste, um morgen weitergehen zu können. Denn morgen stand eine schwerere und weitere Etappe von Nötsch nach Valbruna (IT) am Programm.

In der Früh aufgestanden und fein gefrühstückt, denn es war recht nett aufgetischt. Ich beschloss die Wanderung abzubrechen und mit dem Zug wieder nach Bodensdorf zu fahren. Alleine der Weg zum Bahnhof war schon beschwerlich.

Aber schlussendlich war ich doch froh, dass ich zumindest einmal gestartet bin, denn so richtig sicher war ich mir selbst nicht, ob ich das überhaupt anfangen werde und auch andere hatten es mir nicht unbedingt zugetraut. Ich bin stolz die erste Etappe gemacht zu haben.

Die weiteren Tage habe ich vor auf die Egger Alm zu fahren und von dort aus kleine Tagestouren zu gehen, denn es war mir schon noch ein Bedürfnis alleine Wanderungen zu machen, um einmal so richtig “herunter zu kommen”, da ja zukunftsweisende Entscheidungen in Kürze anstehen und dazu wäre eine Ausgeglichenheit dienlich. Außerdem habe ich schöne und nette Kindheitserinnerungen an diese Gegend, als wir als Kinder auf den Poludnig gegangen sind und in einer Hütte ohne Wasser und Strom wohnten.

Was ich dort erlebe, dann in einem anderen Blog.

2018-07-01T18:44:09+00:0028.07.2016|Doku / Reportage / Events|

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