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Weiß ich, was ich will?

Hat die Vergangenheit – ob kurz oder lang – eine Veränderung mit sich gebracht?
Warum kommt mir immer wieder dieser Gedanke, ob ich am richtigen Weg bin oder vielleicht eigentlich was anderes möchte?
 
Wenn ich mit Menschen rede, dann merke ich, dass ich weniger mit solchen Menschen anfangen kann, bei denen ich den subjektiven Eindruck habe, dass sie nicht wissen, was sie wollen.
Und wenn mich dann jemand fragt, wie soll ich mir das bewusstmachen, dann empfehle ich es aufzuschreiben.
Mache Dir eine Liste mit zwei Spalten. Links „was mir an mir gefällt“ und rechts „was mir nicht an mir gefällt„.
Nimm Dir Zeit dafür und lege es nicht gleich beiseite, wenn Du meinst, dass Dir eh nur auf der rechten Seite mehr einfallen wird.
Es ist schon interessant, dass es den meisten Menschen leichter fällt, darüber zu reden, was einem an sich nicht oder weniger gefällt. Das hat schon seine Gründe – doch dazu ein andermal.
 
Daher nimm Dir Zeit und denke darüber nach. Dein Umfeld soll ungestört sein, um Dich nicht ablenken zu lassen.
Nach einiger Zeit (ob Minuten oder einer Stunde) wirst Du feststellen, dass sich auch vieles auf der linken Seite füllt.

Was hat das mit „ich weiß, was ich möchte“ zu tun?

Na ja, zuerst denkst Du einmal über Dich nach und gehst mit dieser Übung in Dich.
Dann bist Du bereit auch darüber nach zu denken, was Du möchtest.
 
Nimm wieder ein leeres Blatt Papier zur Hand.
Dann machst Du wieder zwei Spalten.
Links „Privat“ und rechts „beruflich“
 
Kurzer Ausflug: Kennst Du Mindmaps?
Das ist eine ganz gute Darstellung, wie Du Deine Gedanken sortieren und strukturieren kannst – ein anderer Weg, als mit den zwei Spalten.
Wenn Dich das Thema „Mindmap“ mehr interessiert und ich darüber ausführlicher berichten soll, dann lasse es mich bitte in den Kommentaren wissen.
Info in Wikipedia, was Mindmap bedeutet und was darunter verstanden wird.

Nun weiter mit Deiner Liste „was will ich“.

Schreibe nun in die jeweilige Spalte, was Dir alles zu „was ich will / möchte“ einfällt.
Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch„. Lasse Deinen Gedanken freien Lauf, es gibt keinerlei Einschränkungen und Regeln. Deine Gedanken sind frei.
Prüfe auch nicht, ob das realisierbar ist, was Du aufschreibst – schreibe es einfach.
 
Abschließend mache eine kurze Pause, gehe an die frische Luft, mache etwas, was Dir einen Ausgleich und Ruhe gibt.
Danach setzt Du Dich nochmals an Deine Liste „was ich möchte“.
 
Markiere nun auf jeder Seite maximal zwei Ergebnisse.
Diese „pickst“ Du Dir heraus und schreibst auf einem separaten Zettel auf, was notwendig ist, um das zu Erreichen, was Du Dir ausgesucht hast.
Notiere auch ein Datum, bis wann das eingetreten bzw. erreicht sein soll.
 
Damit setzt Du Deinen Fokus auf diese maximal 4 Ergebnisse.
Und Du bleibst dran, bist Du den von Dir definierten Zeitpunkt erreicht hast. Sobald dieses Datum erreicht ist, prüfst Du , ob Du alles umsetzen konntest.
Alles was Du nicht erreicht hast, prüfst Du darauf, ob es noch so wichtig ist, als am Anfang oder ob sich Deine Prioritäten geändert haben. Das ist total in Ordnung.
Zu Bedenken gebe ich, dass Du nicht aufgeben sollst, nur weil Du es noch nicht erreicht hast oder das Erreichen zu schwierig scheint.
„Aufgeben tust Du nur einen Brief“ – einfach gesagt, stimmt aber.

Du bleibst dran an Deiner Umsetzung und wenn Du mit jemanden redest, dann wirst Du unterbewußt dem Gegenüber vermitteln, dass Du jemand bist, der genau weiß was er will.

Es geht einfach um Dein Mindset und Deine Disziplin, etwas anzufangen, dran zu bleiben und zu Ende zu bringen.

Fazit:
Das klingt alles so leicht und einfach. Oft höre ich: „Mir fehlt einfach der Weg, wie ich das genau umsetzen und anwenden soll und wie ich damit umgehe, um nicht auf dem Weg das Ziel zu vergessen oder aus den Augen zu verlieren“.
Dann kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ist eigentlich die wirkliche Herausforderung.
 
Was sehr oft ein gutes Hilfsmittel ist, ist es mit jemanden gemeinsam zu machen.
Wenn Du für solche Themen und Selbstfindungsprozesse offen bist, dann wirkt das Gesetz der Anziehung.
Was das ist?
Ganz einfach. Das Leben besteht aus Abschnitten und je nachdem, was Dich gerade leitet (Du entscheidest ob selbst- oder fremdbestimmt), ziehst Du andere Menschen an, die in einem ähnlichen Abschnitt sind.
Voraussetzung: Sei offen und authentisch und glaube nicht, dass Du „funktionieren“ musst. Und wenn Du mit offenen Augen durch Dein Leben gehst, dann wirst Du das auch selbst feststellen.
 
Rede mit jemanden über Deine Selbstfindung. Alleine das darüber reden ist wie mit sich selbst zu reden und daraus auch die Maßnahmen entdecken, die Dich weiterbringen in Deiner Aufgabe und was Du tun wirst, um zum Erfolg zu kommen.
 
Zu Deiner Beruhigung: Ich selbst tue mir damit auch sehr schwer. Schwer mit dem Dranbleiben und diszipliniert und dauerhaft an diesen ausgewählten „Zielen“ zu arbeiten. Immer wieder drauf zu schauen, was denn meine selbst definierten Ziele sind, welche Voraussetzungen ich schaffen möchte, für das Erreichen und den Weg anzupassen.
 
Über allem soll „Leichtigkeit“ stehen.
Mache Dir nicht selbst mehr Druck als notwendig. Ich weiß, wovon ich dabei rede, denn niemals hat mir jemand mehr Druck gemacht – weder in der Arbeit noch im Privaten – als ich mir selbst.
Doch, wer legt fest, was „notwendig“ ist?
 
Ja, das ist eine weitere gute Frage.
 
Schreibe doch in den Kommentaren, wie Du darüber denkst, wie Du mit diesem Thema umgehst und was Du vielleicht schon gemacht hast zu diesem Thema.
Auch ich lerne immer wieder dazu und das wird sich nie ändern.
 
PS: Personenbezogene Ausdrücke in diesem Text umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

Und was hat das alles mit Fotografie zu tun?

Das hat mit meiner Fotografie und meinem fotografischen Wirken sehr viel zu tun.
 Ich hinterfrage mich immer wieder. Was will ich eigentlich in der Fotografie machen, womit meine „Brötchen“ verdienen, wie meine Freude am Tun ausleben können.
 
Und mit solchen vorgenannten Maßnahmen und Übungen bin ich auf dem Weg – dem Weg antworten zu finden.
Antworten, die mich zufrieden und glücklich machen und trotzdem jederzeit wieder geändert werden dürfen, wenn mir danach ist. 
That’s life